Lorient
31. Oktober 2013

Besuch eines Hammams

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Es gibt nichts Entspannenderes als der Besuch eines Hammams!

In Marokko gehört es einfach dazu, einmal in der Woche ins Hammam zu gehen und sich gründlich zu reinigen, dabei seine Muskulatur zu lockern und den Gesprächen der stets gut informierten Dame zuzuhören, die mehr oder weniger zum Inventar gehört und sich um das professionelle Lösen der abgestorbenen Hautzellen kümmert.

Das Hammam ist ja auch kein gewöhnliches Badezimmer, es bietet viel mehr, es besteht aus mehreren Räumen, die verschieden warm sind, weil sie von einer zentralen Holzheizung geheizt werden. Der Heizraum befindet sich im Zentrum der öffentlichen Waschstätte,  hier wird  geschrubbt und geschrubbt, bis man wie neu wieder hinausgeht. Man ist hier normalerweise nicht allein sondern trifft sich und tratscht, tauscht Neuigkeiten aus. Verwundert bemerken immer wieder Touristinnen, dass die Schamgrenze ganz wo anders angesiedelt ist als bei uns Europäerinnen! Haha, dass ich nicht lache! Wie man es sieht, ja die Frauen waschen sich halb bis ganz nackt voreinander oder gegenseitig, aber selten findest du ein sich küssendes Paar auf den Straßen Marokkos. Die gemischte Sauna in Österreich ist allerdings völlig normal und ein Aufguss eines stolzen splitternackten Herren mit wachelndem Handtuch in Siegerpose das allernormalste – aber die Schamgrenze ist wo anders angesiedelt. Haha und ich lach nochmal, jetzt richtig laut!
Ich geh gerne ins Hammam weil man wie ausgewechselt wieder heraus kommt. Die dabei verwendeten Utensilien sind ein unbedingtes Muss und werden seit Jahrhunderten in Marokko verwendet, naturbelassene Mineralerde “Ghassoul” aus dem Atlasgebirge und eine Olivenseifenpaste, die “Savon Noir”, für eine geschmeidige Haut. Um ein perfektes Ergebnis bei der Körperpflege zu erzielen brauchen wir keine Chemie, im Gegenteil, die macht ohnehin nur alles kaputt! Die “Savon Noir” wird in kreisenden Bewegungen auf die feuchte Haut aufgetragen und verbleibt dort 15 Minuten, durch die Wärme im Hammam zieht sie tief in die Poren ein und macht die Haut geschmeidig weich, danach wird sie abgewaschen. Wenn man jetzt noch möchte, trägt man die in Wasser aufgelöste Mineralerde auf der Haut auf lässt sie solange einwirken, bis ein Spannungsgefühl entsteht. Dann geht es ans Schrubben, mit einem rauhen Waschhandschuh wird man von der Hammadschi bearbeitet, am Ende der Prozedur bekommt man die alten Hautschuppen zu Gesicht und traut seinen Augen kaum! – Das soll sich alles auf meinem Köper befunden haben? Erschrocken nimmt man es zur Kenntnis und sich vor sehr bald wieder herzukommen, nach der ganzen Prozedur wäscht man sich nochmal mit seinem Lieblingsduschgel und seinem Lieblingshaarshampoo, dann geht es noch in den Ruheraum, hier wird nur geflüstert und der Lärm der sich dauernd leerenden Waschkübel stört hier nicht, danach abtrocknen, anziehen und noch ein marokkanischer Tee und vielleicht nein leckeres Harscha (marokkanisches Grießbrot) im nächsten Cafe; aber dazu beim nächsten Mal….

Liebe Grüße, die “Savon Noir” und die “Ghassoul” findest du in unserem Geschäft oder im Onlineshop, eine Prozedur wie im Hammam kannst du auch zuhause vornehmen; wichtig: dein Badezimmer soll warm sein, du sollst dir ein bisschen Zeit für dich nehmen und du darfst die Utensilien nicht vergessen!

Bis bald im L `Orient


Marokko für Zuhause...

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